Betrug ist allgegenwärtig und Betrüger werden immer erfindungsreicher. Betrüger suchen jeden Tag neue Weisen, Sie in die Falle zu locken. Bleiben Sie deswegen auf der Hut und schützen Sie Ihre sensiblen Informationen. 

Unten finden Sie einen Überblick unterschiedlicher Betrügstechnike, wie Sie sich schützen können und welche Maßnahmen das BIPT trifft, um Betrug so weit wie möglich einzuschränken.

Telefonbetrug

1.    Betrugsanrufe oder „Vishing“ („Voice-Phishing“)

Bei Vishing ruft ein Betrüger Sie an, um persönliche und vertrauliche Informationen von Ihnen, wie persönliche Bankdaten, zu bekommen. Het verhaal dat de oplichter vertelt, kan geloofwaardig en uitgebreid zijn, omdat de beller zich voordoet als een officiële persoon, een overheidsinstantie (FOD Financiën of Justitie, politie, het BIPT…), een bank, een groot softwarebedrijf enz.

So fängt es oft an.  Anhand dieser Information und der Daten, die ein Betrüger schon über andere Kanäle erhalten hat, kommt es dann zum echten Betrug.

Manchmal werden Sondertechniken verwendet
 

  • Spoofing: Bei Spoofing werden Sie von einer anscheinend zuverlässigen Nummer angerufen, aber dahinter steckt ein Betrüger, der Ihnen Geld oder persönliche Informationen ablisten versucht. Der Betrüger benutzt hierfür eine falsche Rufnummernanzeige (oder „CLI“ – „Calling Line Identification“), um sein Opfer anzurufen.

Betrugsanrufe mit „gefälschten“, anscheinend belgischen Rufnummern kommen meistens aus dem Ausland. Telekombetreiber sind per Königlichem Erlass verpflichtet, technische Maßnahmen zur Sperrung derartiger Anrufen, vorbehaltlich der Ausnahmen, zu treffen. Obwohl, dass dies dem Leben der Betrüger schwieriger macht, ist Wachsamkeit weiterhin notwendig. Die Betrugstechniken entwickeln sich ja dauernd.

Zum Beispiel: Betrüger zeigen die Telefonnummer Ihrer Bank als Rufnummer auf Ihrem Handy-Display, aber in Wirklichkeit ist es eine komplett andere Nummer die anruft.
 

  • Robocalls: Dies sind automatisch erzeugte Anrufe, wobei Sie einen voraufgenommenen Bericht oder eine Roboterstimme hören. Obwohl Unternehmen ähnliche automatischen Anrufe legal verwenden können (zum Beispiel für Marketingzwecke), benutzen vor allem Betrüger diese Technik gerne zum Erlangen Ihrer vertraulichen Informationen, wie Ihre Bankdaten.

Beispiele:

  • Indem sie sich als Bankmitarbeiter ausgeben, versuchen Betrüger Sie zu überzeugen, Geld auf eine laut ihnen sichere Kontonummer, zu überweisen, sogenannt gerade um Sie vor Betrug zu schützen. Ihr Geld kommt dann auf ein Konto eines sogenannten „Geldesels“ („Money Mule“), danach wird es an die wirklichen Betrüger geschleust.
  • Indem Sie sich als Helpdeskmitarbeiter von Microsoft, Apple oder einem anderen Softwareanbieter ausgeben, versuchen Betrüger Sie zu überzeugen, Software auf Ihrem Computer zu installieren, die den Betrügern Zugang zu Ihrem Computer und den darauf stehenden Daten gibt. Ihre vertraulichen Bankdaten liegen dann zum Greifen nach.
  • Sie werden von einem sogenannten Mitarbeiter Ihres Telekombetreibers angerufen, der Sie dringend auffordert, Ihre SIM-Karte zu aktualisieren oder zu erneuern. Danach bekommen Sie die Bitte eine App zu installieren und weitere Anweisungen zu befolgen.

Sind Sie ein Betrugsopfer?

Besuchen Sie die Plattform „Police on web“, um Anzeige zu erstatten.

2.    Ping-Anrufe oder Wangiri-Betrug

Wangiri“ bedeutet „einmal klingeln und auflegen“ auf Japanisch. Bei Ping-Anrufe oder Wangiri-Betrug bekommen Sie einen sehr kurzen Anruf, ohne dass ein Bericht hinterlassen wird, damit Sie gelockt werden, eine teure Mehrwertnummer zurückzurufen. Die Betrüger wollen Sie aus Neugier oder Besorgnis zurückrufen lassen und verdienen Geld anhand der hohen verbundenen Kosten der Nummer die Sie anrufen.
 

Variante

  • Lock-SMS: Betrüger können auch SMS-Nachrichten schicken, wobei sie ihre Opfer auffordern, eine teure ausländische Nummer mit hohen Kosten anzurufen.

Was sollen Sie tun?

  • Werden Sie (kurz) von einer unbekannten Rufnummer angerufen? Untersuchen Sie dann die Struktur dieser Rufnummer. Belgische Festnetznummern bestehen aus 9 Ziffern und fangen mit einer 0 an. Belgische Mobilfunknummern bestehen aus 10 Ziffern und haben immer nachstehende Struktur: 046xxxxxxx, 047xxxxxxx, 048xxxxxxx oder 049xxxxxxx. 
  • Es gibt auch Kurznummern mit 4 Ziffern, die für SMS- und MMS-Dienste benutzt werden. Dies sind Nummern mit einem Zuschlag. Fängt eine Nummer mit „+“ oder „00“ an, dann handelt es sich um eine ausländische Nummer. Seien Sie vorsichtig, denn für internationale Anrufe kann auch einen Zuschlag angerechnet werden.
  • Bekommen Sie einen Ping-Anruf, rufen Sie Vor allem nicht zurück!

3.    SIM-Swapping

Bei betrügerischem SIM-Swapping bekommt ein Betrüger die Kontrolle über Ihre Mobiltelefonnummer. Diese Person kann sich dann als Sie ausgeben und so Ihre Identität missbrauchen. Dies geschieht indem die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons anhand Ihrer (gestohlenen) persönlichen Daten übernommen wird. So täuscht der Betrüger den Betreiber, um Ihre Rufnummer auf eine SIM-Karte, die er schon besitzt, zu übertragen. Letztendlich werden Sie nicht mehr anrufen, SMS-Nachrichten senden oder keine Mobildaten mehr benutzen können.

Was sollen Sie tun?

  • Funktioniert Ihr Mobiltelefon grundlos nicht mehr? Melden Sie dies dann sofort bei Ihrem Betreiber. Falls Ihr Betreiber bestätigt, dass Ihre SIM-Karte übernommen wurde, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und ändern Sie sofort Ihre Passwörter.
     
  • Manchmal benutzen Betrüger Rufnummernmitnahme zur Ausführung eines derartigen SIM-Swappings. Geben Sie einer unbekannten Partei deswegen niemals Informationen über Ihre SIM-Karten- oder Ihre Kundennummer

4.    Böswillige und unerwünschte Anrufe

Manche Anrufe können sehr störend sein, auch wenn der Anrufer dann nicht die Absicht hat, Sie zu betrügen.
 

  • Wer oft vom selben unbekannten Anrufer belästigt wird und die Identität des Anrufers kennen möchte, kann den Ombudsdienst für Telekommunikation in Anspruch nehmen. Dazu füllen Sie das „Antragsformular zur Identifizierung der mutmaßlichen Täter böswilliger Telefonanrufe“ auf der Website des Ombudsdienstes aus. Möchten Sie nachher gegen den Anrufer eine Beschwerde bei der Polizei einreichen, dann können Sie diese Informationen in Ihre Anzeige aufnehmen.
     
  • Möchten Sie als Konsument nicht mehr von Unternehmen mit kommerziellen Angeboten angerufen werden? Tragen Sie dann Ihren Namen in die „Ruf mich nicht an-Liste“ ein. Sie können Ihre Rufnummer sperren lassen, indem Sie mit dieser Rufnummer 02 882 19 75 anrufen und die Anweisungen die Sie während des Gesprächs bekommen, befolgen. Unternehmen müssen die in diese Liste eingetragenen Rufnummern in ihrer Kontaktliste löschen.

Sie haben Ihre Rufnummer in die „Ruf mich nicht mehr“-Liste eingetragen, aber Sie werden trotzdem angerufen? Dann können Sie eine Beschwerde bei der Wirtschaftsinspektion einreichen.
Besuchen Sie ConsumerConnect und wählen Sie die Themenseite „Werbung und Verlaufstechniken -> Unerwünschte Werbung -> Unerwünschte Telefonwerbung -> Melden Sie einen Verstoß“.

Was sollen Sie am Besten tun?

  • Melden Sie Telefonstalking bei der Polizei und dem Ombudsdienst für Telekommunikation.
     
  • Tragen Sie Ihre Rufnummer in die „Ruf mich nicht mehr“-Liste ein, damit Sie keine unerwünschte Telefonwerbung mehr bekommen.

Betrüg über Berichte (Phishing/Smishing)

Betrüger benutzen manchmal SMS-Nachrichten („Smishing“) oder E-Mails („Phishing“) um Sie zu täuschen.

Ähnliche Berichte bezwecken vertraulichen Informationen von Ihnen, wie Ihre Bankdaten, zu bekommen oder Sie anzuregen, eine Zahlung auf das Konto des Betrügers zu leisten. Oft werden Sie an eine falsche Website weitergeleitet oder bitten sie Sie dringend auf einen Link zu klicken oder eine Rufnummer, die einen Betrüger versteckt, anzurufen.
 

Zum Beispiel

  • Ihr Urlaubsgeld wurde erneut berechnet. Bestätigen Sie über untenstehenden Link den Betrag worauf Sie Recht haben.
  • bpost: Damit Sie Ihre Paket empfangen können, zahlen Sie die Zollgebühren über den zugefügten Link.
  • Card Stop. Es wurde ein neues Gerät für Onlinebanking angemeldet. Wiedererkennen Sie dieses nicht? Kontaktieren Sie dann sofort die Rufnummer xxx.“
  • Eine mögliche Betrugstransaktion mit Ihrer Bankkarte 6703**** von 2400 EUR. Benötigen Sie sofortige Unterstützung, rufen Sie die Rufnummer xxx an.

Variante

  • Hallo Mama/Papa“-Betrug: bei dieser Art Betrugsversuchen bekommen Sie eine SMS-Nachricht oder einen Bericht über eine App, wobei ein Betrüger sich als Familienmitglied oder Freund ausgibt und Sie bittet dringend finanzielle Hilfe zu leisten. Gehen Sie nicht unvermittelt auf diese Bitte um Hilfe ein, aber kontrollieren Sie diese zuerst. Überweisen Sie kein Geld bevor Sie mündlich mit dem beteiligten Freund oder Familienmitglied gesprochen und wiedererkannt haben. Sie können zum Beispiel eine Kontrollfrage stellen, die der Betrüger normalerweise nicht beantworten kann.
    Zum Beispiel: „Hilfe, ich habe mein Handy und Portemonnaie verloren. Dies ist meine neue Nummer. Kannst du mir 250 EUR auf dieses Konto xxxxxxxx leihen? Ich zahle es dir schnellstmöglich zurück!
     
  • Der umgekehrte Fall ist auch möglich, wobei Sie Identitätsbetrügsopfer sind. Ein deiner Kontakte bekommt eine Nachricht oder einen Chat über eine App, wobei ein Betrüger in Ihrem Namen um dringende finanzielle Hilfe bittet. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei falls Sie vermuten, Opfer eines Identitätsbetrugs zu sein. 

Was sollen Sie am Besten tun?

Besuchen Sie die Plattform „Police on web“, um Anzeige zu erstatten.

Einige Hinweise

Halten Sie zur Betrugsvermeidung, ungeachtet der Art Betrug, immer nachstehende Faustregeln ein
 

  • Spricht jemand Sie an und macht Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein (wie Rabatte, Preise, Rückzahlungen usw.)? Seien Sie immer auf der Hut.
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen, wenn Sie angerufen werden, insbesondere wenn Sie gebeten werden, eine Aktion mit potenziellen finanziellen Auswirkungen auszuführen. 
  • Bittet ein Anrufer, der sich als Mitarbeiter einer Bank, einer Behörde, eines Telekombetreibers usw. um derartige Informationen? Legen Sie dann auf und kontrollieren Sie ob das Gespräch echt war, indem Sie die Instanz über eine bekannte Nummer zurückrufen.
  • Geben Sie einen Unbekannten auch niemals Zugang zu Ihrem PC oder Smartphone. Betrüger können versuchen Sie zu überzeugen, ein Programm auf Ihrem Computer zu installieren oder eine App auf Ihr Smartphone herunterzuladen. So erhalten sie die Kontrolle über Ihr Gerät und können sie zum Beispiel Passwörter ändern.
  • Seien Sie auf der Hut vor unbekannten und unüblichen Nummern. Rufen Sie nicht zurück und überlegen Sie sich diese zu sperren.
  • Oft versuchen Betrüger eine Hochdringlichkeit zu erzeugen. Zweifeln Sie? Machen Sie dann nichts, warten Sie kurz ab und besprechen Sie mit jemandem anders was Sie am Besten tun können.
  • WhatsApp ist ein oft für Betrug benutzter Kommunikationskanal. Seien Sie vorsichtig: ein Profilbild und ein Name können einfach nachgeahmt werden.
  • Posten Sie keine genauen Informationen über Ihre Identität auf Social Media.
  • Wenn möglich wählen Sie immer sichere Identifizierungsmethoden: Benutzen Sie Zwei-Faktor-Authentisierung und Identifizierungsapplikationen wie Microsoft Authenticator oder itsme. Wählen Sie starke Passwörter (12 Zeichen oder mehr, in einer Kombination von Buchstaben, Ziffern und Symbolen), die Sie regelmäßig ändern. Benutzen Sie unterschiedliche Passwörter und Codes für unterschiedliche Anwendungen und Dienste.
  • Melden Sie verdächtige Aktivitäten. Über ConsumerConnect.be können Sie allerlei Betrugs- und Täuschungsarten melden. 
  • Sie haben einen verdächtigen Bericht bekommen? Senden Sie ihn an das Zentrum für Cybersicherheit Belgien über suspekt@safeonweb.be und fügen Sie ein Bildschirmfoto falls es sich um eine SMS-Nachricht handelt.
  • Erhalten Sie häufig unerwünschte Anrufe? Überprüfen Sie, ob Ihre Telefonnummer online über die zentrale Nummerndatenbank (CNDB) veröffentlicht ist. Wenn   Ihr Name, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer öffentlich zugänglich sind, können Sie diese Daten über den Kundendienst Ihres Telekommunikationsanbieters löschen lassen. So machen Sie es Betrügern etwas schwerer, Sie zu erreichen!

Sie sind trotzdem in die Falle getappt? Reagieren Sie schnell
 

  • Haben Sie vertrauliche Bankinformationen weitergeleitet oder ist Geld von Ihrem Bankkonto verschwunden? Kontaktieren Sie dann sofort Card Stop (www.cardstop.be oder 078 170 170) und Ihre Ban (die Telefonnummer Ihrer Bank finden Sie auf der Website von Card Stop).
  • Bewahren Sie die Betrugsbelege auf (Nachrichten, Meldungen, Kontoauszüge usw.).
  • Haben Sie Geld über eine andere Betrugsart verloren? Erstatten Sie immer Anzeige bei Ihrer lokalen Polizei.
  • Haben Sie auf Antrag des Betrügers ein Programm auf Ihrem Smartphone oder Computer installiert? Löschen Sie es dann schnellstmöglich und benutzen Sie ein Antivirenprogramm um Ihren Computer erneut zu sichern. 
  • Ändern Sie alle Passwörter wozu Betrüger vielleicht Zugang bekommen haben.
  • Es ist immer eine gute Idee, Betrugs- oder verdächtige Praktiken bei ConsumerConnect.be und verdächtige E-Mailadressen über suspekt@safeonweb.be zu melden, auch wenn Sie kein Geld verloren haben. 

Was macht das BIPT?

Das BIPT verwaltet die belgischen Rufnummern und überwacht die Einhaltung der Verbraucherschutzvorschriften im Telekommunikationsbereich.

Das Institut arbeitet dauernd mit den Telekombetreibern zur weitmöglichsten Einschränkung des Betrugsrisikos woran Rufnummern beteiligt sind.
 

  • Das BIPT ist in der „VoG für Nummernportierung in Belgien“, die für die Verwaltung der Nummernportierung zuständige Organisation, tätig. In dieser Eigenschaft begleitet das BIPT die Portierungsprozesse für Rufnummern zwischen Telekombetreibern zur weitmöglichsten Einschränkung des SIM-Swappingbetrugsrisikos.
  • Das BIPT hat Leitlinien für die Betreiber, in denen es, zur potenziellen Erhöhung der Zuverlässigkeit der Rufnummernanzeige, Prinzipien für die Abwicklung eines Anrufs vorschlug, erlassen.
  • Das BIPT gab technische Beiträge für einen Königlichen Erlass, der bestimmt, dass internationale Anrufe an belgische Nummern wobei irrtümlich eine belgische Rufnummer angezeigt wird, vorbehaltlich der Ausnahmen, von den Betreibern gesperrt werden muss. Das BIPT überwacht diese Maßnahme aktiv. Es kann zum Beispiel das Recht eines Betreibers, sich auf eine Ausnahme zu berufen, einziehen oder aufschieben als auf Grund konkreter Tatsachen Missbrauch oder Betrug festgestellt wird.
  • Das BIPT folgt dauernd die verschiedenen Betrugsweisen. Zusammen mit den Telekombetreibern trifft es Maßnahmen zur Betrugseinschränkung, unter anderem anhand der Sperrung von bestimmten Telefonnummern.

 

Nach oben