Besondere Funkanlagen


Störsender (Jammers)

Diese Produkte werden manchmal auch als Blocker, Signal Shields, Isolatoren, Personal Privacy Devices (PPDs) bezeichnet.

Diese Art von Geräten ist speziell dafür ausgelegt, Störungen zu verursachen.

Die Einfuhr, die Vermarktung, das Eigentum, der Besitz, oder die Nutzung dieser sind in Belgien verboten.

Diese Art von Geräten darf auch nicht auf dem EU-Markt bereitgestellt werden.

Neben einer Geldbuße kann auch bei Feststellung eines Verstoßes gegen diesen Rechtsvorschriften eine Gefängnisstrafe auferlegt werden.

Das Gesetz vom 13. Juni 2005 über die elektronische Kommunikation sieht jedoch einige Ausnahmen vor, wie zum Beispiel die Installation eines Störsenders in Strafanstalten, die Nutzung durch die Verteidigung, bestimmte föderale öffentliche Dienste und einige Polizeidienste unter bestimmten Umständen. 

GSM-Repeater

Manchmal werden diese Produkte auch Booster oder Verstärker genannt.

Diese Geräte/Einrichtungen zielen darauf ab, die Reichweite von Mobilfunkbetreibern zu verbessern.

Die Installation und die Nutzung von mobilen Verstärkern von sich aus sind untersagt, außer wenn ausdrücklich vom Betreiber oder von den beteiligten Betreibern gestattet.

Für weitere Informationen: https://www.bipt.be/de/verbraucher/funk/mobilfunkabdeckung 


Funkscanner (Empfänger)

Sie können einen Scanner oder Empfänger kaufen und besitzen, jedoch können Sie nur die Frequenzen hören, für die Sie vom Eigentümer eine Zulassung haben oder die frei gehört werden können.

DECT 6.0 (Digital Enhanced Cordless Telecommunications 6.0)

Dies sind schnurlose Telefone die für den Einsatz in nichteuropäischen Ländern bestimmt sind.

Die Verwendung in der EU verursacht Störungen auf den Netzen der Mobilfunkbetreiber.

Solche Produkte dürfen daher nicht auf dem EU-Markt bereitgestellt werden.

Ebenso ist ihre Einführung, ihr Besitz, ihre Nutzung und/oder ihr Eigentum in Belgien verboten.

Ein Klick auf den Link unten führt Sie zu weiteren Informationen zu dieser Problematik: https://www.bipt.be/de/betreiber/press-release/153-schnurlose-dect-6-0-telefongerate-storen-die-mobilfunkbetreiber 

Geschwindigkeitsradar- & TETRA-Detektoren

Ein Geschwindigkeitsradardetektor, auch Radarwarnanlage genannt, ist ein Gerät, das (feste oder mobile) Radare erfasst, die von der Polizei für Geschwindigkeitskontrollen verwendet werden.

Das Gerät warnt mit einer Blinkleuchte oder einem Piepton, wenn das Fahrzeug sich einem Geschwindigkeitsradar nähert.

Ein Geschwindigkeitsradardetektor empfängt Funksignale und fällt daher unter die Regelung für Funkgeräte. Es gibt auch Funkgeräte, die dieser Vorschrift entsprechen.

Die Verwendung dieser Geräte in Belgien (und in vielen anderen Ländern) ist jedoch verboten.  Dieses Verbot ergibt sich aus Artikel 33, § 1, 1 °, c) des Gesetzes vom 13. Juni 2005 über elektronische Kommunikation. 

Beim Antreffen solcher Geräte in Ihrem Fahrzeug, riskieren Sie nicht nur die Beschlagnahme des Geräts, sondern auch des Fahrzeugs.

Ein anderes Produkt, das in diese Kategorie fällt, sind die TETRA-Detektoren. Diese Geräte ermöglichen es, benachrichtigt zu werden, wenn die Polizei in der Nähe ist, durch die Erkennung ihres Kommunikationssystems. 

Die Nutzung, der Besitz, das Eigentum, die Einfuhr, der Verkauf und sogar die Werbung von Geschwindigkeitsradardetektoren oder TETRA-Detektoren sind in Belgien verboten.

Systeme, bei denen die GPS-Ortung von Blitzern oder sonstigen Geschwindigkeitsradaren verwendet wird, sind in Belgien hingegen erlaubt. In einigen Ländern sind auch diese Systeme untersagt.

Kinderhandys

Mobiltelefone, die speziell für kleine Kinder entworfen wurden, dürfen nicht auf den belgischen Markt gebracht werden. Es handelt sich hierbei um für Kinder unter 7 Jahren angepasste Mobiltelefone, z.B. mit wenig Tasten und in einer kindgerechten Form. Außerdem darf keine Werbung für den Handygebrauch von Kindern dieser Altersstufe gemacht werden. 

Ein Klick auf den Link unten führt Sie zu weiteren Informationen zu dieser Problematik : https://www.health.belgium.be/de/handys-und-kinder