Großhandelstarife für Zugang zum Kabel

2011 hat die KRK (die Konferenz der Regulierungsbehörden für den Bereich der elektronischen Kommunikation, in der der Vlaamse Regulator voor de Media, der Conseil Supérieur de l’Audiovisuel, der Medienrat und das Belgische Institut für Postdienste und Telekommunikation vereinigt sind) den Kabelnetzbetreibern Brutélé, Coditel (Numéricable), Tecteo und Telenet die Verpflichtung auferlegt, ihr Netz den alternativen Betreibern, die über den Kabel Fernseh- und Breitbanddienste anbieten möchten, freizugeben.

Die KRK hat anschließend die Tarife festgelegt, welche die Kabelnetzbetreiber den alternativen Betreibern anrechnen dürfen:

  • Beiträge für Wegzug (bestimmt für die Deckung der von den Kabelnetzbetreibern getragenen Ausführungskosten);
  • die Tarife pro Leitung (jeweils zu zahlen, wenn ein Kunde einen Kabelnetzbetreiber verlässt und zu einem alternativen Betreiber geht);
  • einen "Minus" (von 20 bis 30% je nach dem Falle), der sich auf die Endkundentarife jedes Kabelnetzbetreibers bezieht. Dieser "Minus" bestimmt, was der alternative Betreiber jeden Monat einem Kabelnetzbetreiber zahlen muss, um seine Fernseh- und Breitbanddienste weiterzuverkaufen. Das Prinzip einer Retail-Minus-Methode besteht darin, den Preis eines Großhandelsdienstes festzulegen, indem vom Preis des Endkundendienstes eine Prozentzahl, die einer Anzahl irrelevanter Elemente entspricht, abgezogen wird.