Regeln für den grenzüberschreitenden Pakettransport


Bieten Sie Paketzustelldienste aus und in europäischen Mitgliedstaaten an?

Dann müssen Sie möglicherweise die europäische Verordnung über grenzüberschreitende Paketzustelldienste einhalten. Nachfolgend können Sie nachlesen, ob diese Verordnung auf Sie zutrifft und welche Regeln sie enthält. 

Wann gelten diese Regeln für Sie?

Die Regeln der europäischen Verordnung gelten für Sie, wenn Sie beide der folgenden Bedingungen erfüllen: 

  • Sie bieten einen oder mehrere grenzüberschreitende(n) Paketzustelldienst(e) innerhalb Europas an. Zu den Paketzustelldiensten gehören die Abholung, das Sortieren, der Transport und die Zustellung von Paketen.
  • Im vergangenen Kalenderjahr waren durchschnittlich mindestens 50 Personen für Sie tätig und an der Erbringung von Paketzustelldiensten in Belgien beteiligt.


oder

  • Ihr Unternehmen ist in mehr als einem europäischen Mitgliedstaat niedergelassen. 


Es handelt sich um Pakete von höchstens 31,5 kg, die Güter enthalten. Postsendungen, die nur Dokumente enthalten oder Postsendungen, die dünner als 2 cm sind, sind also nicht einbegriffen. 

Bieten Sie Paketzustelldienste über eine Plattform für den Online-Handel oder über ein anderes alternatives Geschäftsmodell an und erfüllen Sie die oben stehenden Bedingungen, dann treffen die Regeln auch auf Sie zu. 

Was sind Ihre Verpflichtungen als Paketbeförderer? 

Die folgenden Verpflichtungen gelten für Sie: 

Einmalig: 

  • Ihr Unternehmen muss sich beim BIPT registrieren. Dies können Sie mit unserem Online-Registrierungsformular tun. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: Formular
  • Ihre registrierten Daten sind zu ändern? Dann müssen Sie uns diese Änderungen innerhalb von 30 Tagen mitteilen. Dies können Sie mit dem Formular tun. 


Jährlich:
 

  • Die jährliche Liste der Tarife, die ab dem 1. Januar jenes Jahres gelten, zuschicken. 
  • Paketbeförderer müssen dem BIPT jedes Jahr statistische Daten (über Volumen, Umsatz, usw.) übermitteln. Im ersten Halbjahr 2019 müssen Paketbeförderer die Informationen über 2018 bereitstellen. Das BIPT sammelt diese Daten elektronisch über einen jährlichen Fragebogen im Rahmen des postalischen Observatoriums. 


Welche Tarife müssen Sie melden und wann? 

In der Liste der Tarife, die Sie uns senden, müssen Sie die öffentlichen Tarife für die folgenden Einzelpostsendungen angeben: 

  • ein Standardbrief mit 500 g, 1 kg oder 2 kg (Inland und innerhalb der Europäischen Union);
  • ein eingeschriebener Brief mit 500 g, 1 kg oder 2 kg (Inland und innerhalb der Europäischen Union);
  • ein Brief mit Sendungsverfolgung mit 500 g, 1 kg oder 2 kg (Inland und innerhalb der Europäischen Union);
  • ein Standardpaket mit 1 kg, 2 kg oder 5 kg (Inland und innerhalb der Europäischen Union);
  • ein Paket mit Sendungsverfolgung mit 1 kg, 2 kg oder 5 kg (Inland und innerhalb der Europäischen Union). 


Sie müssen Ihre Liste der Tarife spätestens am 31. Januar jedes Kalenderjahres einreichen. In Kürze können Sie auf dieser Website lesen, wie Sie das schaffen können. In Ihrer Liste geben Sie die Tarife an, die ab dem 1. Januar jenes Kalenderjahres gelten. 

Was machen wir mit Ihren Daten? 

Wir veröffentlichen die Listen der Tarife zusammen mit den Namen der Unternehmen, die sich registriert haben, auf unserer Website. Wir schicken die Listen der Tarife spätestens am 28. Februar der Europäischen Kommission zu. Letztere wird alle Tarife spätestens am 31. März auf einer öffentlich zugänglichen Website veröffentlichen. 

Warum diese Regeln?

Diese Regeln sind in der Europäischen Verordnung für grenzüberschreitende Paketzustelldienste, die am 22. Mai 2018 in Kraft trat, enthalten. Diese Verordnung bezweckt, den grenzüberschreitenden Pakettransport für Verbraucher (was in diesem Fall sowohl Privatpersonen wie KMU‘s sein können) zu fördern. Dieser Markt ist derzeit noch zu wenig transparent. Die Verordnung soll mehr Einblick geben, welche Unternehmen grenzüberschreitenden Pakettransport anbieten, um welche Zustelldienste es sich handelt und welche Tarife sie dafür verwenden. 

Was passiert, wenn Sie sich nicht an die Regeln halten?

Stellen wir fest, dass Sie nicht bei uns registriert sind, obwohl Sie dies sein sollten? Oder haben wir am 31. Januar noch keine Tarife von Ihnen erhalten? Dann bitten wir Sie, dies nachträglich in Ordnung zu bringen. Machen Sie das nicht, dann kann das BIPT Ihnen äußerstenfalls eine Buße auferlegen.